Jugendlohn einführen: so gelingt der Start
Jugendlohn heisst: Statt einzelner Sackgeld-Beträge bekommt dein Kind einen festen Monatsbetrag und übernimmt dafür Verantwortung für bestimmte Ausgaben, etwa Kleider, Handy und Freizeit. Sackgeld ergänzt das Konzept um eine zweite Hälfte: Der Betrag wird nicht überwiesen, er wird verdient.
Ab welchem Alter?
Ab etwa 12 Jahren, wenn dein Kind ein Budget über mehrere Wochen halten kann. Der Rechner rechnet ab 12, weil darunter die Positionen im Haushalt (Kochen, Wäsche für alle, Spülmaschine) nicht altersgerecht sind.
Je älter, desto mehr Ausgaben wandern in den Jugendlohn: mit 15 die Kleider, mit 17 auch der ÖV und der Coiffeur.
Wie viel?
Rechne zuerst, was der Betrag decken soll. Der Jugendlohn-Rechner schlägt einen Monatsbetrag vor und verteilt ihn auf Wochenpositionen. Wichtig ist nicht die exakte Zahl, sondern dass sie für beide Seiten stimmt und vorher feststeht.
Mit Sackgeld ist der Betrag ein Maximum: Wer alle Positionen erledigt, kommt drauf. Wer nicht, bekommt weniger. Keine Nachverhandlung am Sonntag.
Die erste Woche
Setzt euch zusammen und geht die Positionen durch: Was gehört dazu, wie sieht ein erledigtes Zimmer aus, wann ist die Küche sauber. In Sackgeld steht das als Abnahmetext bei jeder Position.
Druckt den Vertrag aus und unterschreibt ihn beide. Dann meldet dein Kind die erste Aufgabe mit Foto, ihr bestätigt mit einem Tipp, und am Sonntagabend kommt der erste Wochenbericht.
Erwarte in Woche 1 Diskussionen über Details. Ab Woche 3 wird es ruhig, weil der Bericht die Diskussion führt, nicht ihr.